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Die Band

„108 Fahrenheit“ sind:

Kai Niemann – Gesang
Marco Pfennig – Banjo
Adrian Kehlbacher – Bass
Alexander Henke – E-Gitarre
Thomas Hübel – Akustik-Gitarre
Stephan Salewski – Schlagzeug

Pop und Poesie, noch dazu auf deutsch – das ist in der hiesigen Musiklandschaft ein schmaler Grat, auf dem nicht wenige ambitionierte Bands schnell die Balance verlieren. Entweder wird’s banal oder kitschig, im schlimmsten Fall sogar beides. Glücklicherweise sind die Mannen um Kai Niemann meilenweit davon entfernt, und „108 Fahrenheit“ schicken sich mit ihrem neuen Studioalbum „Kein Herz“ an, dem deutschsprachigen Pop ein Kapitel hinzufügen, das nicht vor klebrigen Plattitüden trieft, sondern anregende Melancholie in Form von ehrlichem Understatement pflegt.

Dazu gehört natürlich erst einmal die virtuose Handhabung von Saiten jeglicher Coleur ebenso wie Drumsticks und Besen bis hin zum Saxophon. Die siebenköpfige Band zelebriert dabei ihr studiertes Handwerk, ohne sich in übertriebenen Schnörkeln zu verlieren. Fast schon als Markenzeichen tänzelt das Banjo von Marco Pfennig mal ironisch, mal melancholisch um Akustik- und E-Gitarren, um Bass und Schlagzeug herum. Aber was wäre all diese unaufdringliche Instrumental-Virtuosität und gleichzeitige musikalische Leichtigkeit ohne den entsprechenden Gesang? Diesen intoniert Kai Niemann mit einer so sanften Bestimmtheit, die ihresgleichen sucht – ganz einfach, weil Niemann etwas zu „sagen“ hat, eben sein Herz sprechen lässt – ganz ohne Kitsch und Banalitäten.

Fernab tausendfach gehörter Herzschmerz-Phrasen erzählt und singt Kai Niemann von den großen Gefühlen im Kleinen („...jeder Stein auf dem Weg bringt Dir Glück...“), von Erinnerungen jenseits von Nostalgie („Ich bin schon so alt, doch ich wein wie ein Kind in mein Kissen.“), von Lebens- und Liebensphasen („..sag mir dass Du mich liebst, auch wenn du dabei lügst. Wie früher, Baby“). Und irgendwo zwischen Anklängen von Element of Crime und Mumford & Sons, zwischen Pop und leichten Folk-Zitaten passiert es dann: „108 Fahrenheit“ werden für den Hörer zum Soundtrack eines melancholisch-daseinsbejahenden Roadtrips entlang der herbstlich-warmen Allee namens Leben.

Man könnte glatt versucht sein, „Kein Herz“ als Pop-Poesie und „108 Fahrenheit“ als Pop-Poeten zu bezeichnen. Aber das würde aus den genannten Schmaler-Grat-Gründen dem Septett aus Leipzig und Dresden ja nicht gerecht werden. Versuchen wir es einfach so: „108 Fahrenheit“ holen mit ihrem zweiten Album die Hörer und vor allem auch das Live- Publikum nicht nur ab, sondern nehmen es mit, ohne sich anzubiedern. Kurz: „Kein Herz“ wird zu „Dein Herz“.

31. Januar

Theater Naumburg
Am Salztor 1
06618 Naumburg/Saale

Freitag, 20:00 Uhr

06. März

Steinhaus Bautzen e.V.
Steinstr. 37
02625 Bautzen

Freitag, 20:00 Uhr

13. März

Alte Papierfabrik Greiz e.V.
Mylauer Straße 3
07973 Greiz

Freitag, 20:00 Uhr

04. April

Q24 Pirna e.V.
Obere Burgstraße 2
01796 Pirna

Samstag, 20:00 Uhr

14. Juni

Musik zwischen den Welten
Societätstheater
An der Dreikönigskirche 1A
01097 Dresden

Sonntag, 20:00 Uhr

18. Juli

Unikum Musikfestival
Burg Schönfels
Burgstraße 34
08115 Lichtentanne

Samstag, 22:00 Uhr

21. Oktober

Museumskeller Erfurt
Juri-Gagarin-Ring 140A
99084 Erfurt

Mittwoch, 20:00 Uhr

22. Oktober

Blue Note Dresden
Görlitzer Str. 2b
01099 Dresden

Donnerstag, 20:30 Uhr

Instagram

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Kontakt

soundso records – Christoph Jahn
Buchenstraße 7
01097 Dresden
E-Mail: info@sound-so.de
Mobil: 0163 4806326

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